Gold und Silber in Sarajevo

Vom 23. bis 26. September 2026 fanden in Sarajevo, Bosnien-Herzegowina die „Special Olympics Judo Open“ im Rahmen der IJF-Weltmeisterschaft der Veteranen und Kata statt. Zum ersten Mal organisierten Special Olympics (Sportorganisation für Menschen mit geistigen Behinderungen) und IJF (International Judo Federation) gemeinsam eine internationale Sportveranstaltung und gingen damit einen historischen Schritt für Inklusion im Judo. Mehr als 100 Athletinnen und Athleten aus über zwanzig Länder folgten der Einladung. 
Nur fünf Vereine aus Deutschland nahmen an dem internationalen Sportereignis teil. Trainer Jürgen Teutsch bereitete die Landeskaderathleten und Vereinsmitglieder des Judo-Sportvereins Speyer Sascha Malmer und Niklas Zwally auf dieses Turnier vor. Nach der Anreise ging es zur Akkreditierung ins Hotel; die Einteilung in eine der fünf Leistungsklassen (je nach Beeinträchtigung) erfolgte am nächsten Tag. Diese „Divisioning“ war die erste wichtige Station auf dem Weg zum eigentlichen Wettkampf. 
Sascha Malmer konnte in seinem Pool alle Kämpfe für sich entscheiden und gewann die Goldmedaille. Niklas Zwally musste nur einen Kampf abgeben und errang die verdiente Silbermedaille. Doch bei diesem Turnier ging es nicht nur um Medaillen und Platzierungen. Ein wichtiger Bestandteil der Reise war auch das gemeinsame Erleben außerhalb des Wettkampfes. Bei einem Ausflug in die Altstadt von Sarajevo oder der Ahtleten-Disco sammelten Athleten, Trainer und Betreuer viele neue Eindrücke und genossen die besondere Atmosphäre der Stadt. Dabei blieb auch Zeit für Gespräche, gemeinsames Lachen und viele schöne Erinnerungsfotos. „Das war für uns ein ganz besonderes Erlebnis“, so Coach Teutsch. „Die Medaillen sind toll, aber die Gemeinschaft, Freude, neue Bekanntschaften und die gute Stimmung machen diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis“. 
Der Judo-Sportverein ist stolz und freut sich über die internationalen Erfolge seiner ID-Judoka und dankt Initiator und Trainer Jürgen Teutsch für seinen Einsatz. Er initiierte auch das Landeskader-Training in Speyer, das dem JSV den Titel „offizieller Stützpunkt der ID-Judoka des Behinderten- und Rehabilitationssport-Verbandes Rheinland-Pfalz“ einbrachte. 

 

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