15 Jahre Bundesliga-Judo in Speyer

2004 stiegen die Männer des JSV Speyer erstmals in die 2. Bundesliga auf. Gleich ein Jahr später wurden sie Vizemeister, lehnten allerdings die Chance auf einen Aufstieg in die 1. Liga ab. Der erste Aufstieg gelang dann 2012, allerdings musste die Mannschaft gleich wieder absteigen. 2014 gelang die Rückkehr ins Oberhaus, doch auch dieses Mal konnte man sich nur eine Saison halten. Seit dem erneuten Wiederaufstieg 2017 hält sich der JSV in der 1. Liga und kämpft in der aktuellen Saison sogar auf Augenhöhe mit den Spitzenteams.

In der Aufbauphase der Bundesligamannschaften leisteten die ehemaligen Nationalkaderathleten Marco Welz und Volker Heyer wichtige Unterstützung. Von zentraler Bedeutung waren bereits zu einem frühen Zeitpunkt die guten internationalen Kontakte des JSV. Kontakte zu ausländischen Judoka entstanden durch Peter Serr und Jaques Baumgartner nach Frankreich und in die Schweiz, viele Jahre sicherten die französischen Judofreunde den Klassenerhalt mit ihren Punkten. Zuerst waren es die Schweizer,  Jan Mages, und Kleber Perreira (Brasilien).
Durch diese Punktsicherheit war es immer möglich auch die eigenen jungen Athleten einzusetzen, ohne den Klassenerhalt zu riskieren.
Eine neue Regel im französischen Judo, das keine Teilnahme in einem ausländischen und inländischen Team möglich machte, ließ diese Kooperation zwischenzeitlich auslaufen.
Nun kamen über einen Schweizer Judoka, Thilo Pachmann, der in Landau studierte, der Kontakt in die Schweiz Michi Iten, Ciril Großklaus und Flavio Orlik wurden zu Publikumslieblingen.

Durch Dima Tsimakuridze als Trainer und Hausmeister beim JSV wuchsen die Kontakte zum georgischen Nationalteam, sodass diese zunehmend die Punktegaranten wurden.
Über Andrea Regis bestehen mittlerweile gut Kontakte nach Italien. Hier verstärkten mittlerweile drei italienische Athleten das Speyerer Team.
Die ausländischen Judoka wurden sehr gut aufgenommen, fühlten sich in der JSV-Familie sehr wohl, viele langjährige Freundschaften sind gewachsen. Mit dazu beigetragen haben mit Sicherheit die familiäre Unterbringung im Hause Görgen und Tsimakuridze, die leckeren Buffets von Helmut Meier und die legendären Tanzabende im Don Quichote. Auch nach der aktiven Teilnahme kommen die Athleten noch weite Wege gefahren um den Kampftagen beizuwohnen und am Abend mit zu feiern. Ob Sieg oder Niederlage spielt dabei keine große Rolle – die Gemeinschaft wird groß geschrieben.

Volker Heyer, Björn Glang und Michael Sprau trugen einen großen Beitrag zum guten Zusammenhalt im Team bei.
Sie sorgten auch dafür dass Athleten aus der Region im Team gut integriert wurden und bauten ein deutschlandweites Netzwerk auf. Das der Austausch mit dem 2007 dazu kommenden Bundesliga-Team der Frauen zu neuen Partnerschaften und Familiengründung führt, war ein natürlich Verlauf.
Die Bundesliga hat zum Bekanntwerden des JSV deutschlandweit und international geführt. Auch neue Sponsoren fanden sich für den Verein durch diese weitreichende Aufmerksamkeit. Lotto Rheinland-Pfalz als zuverlässiger Großsponsor für die Bundesliga und die PSD-Bank als Unterstützer für den Leistungssport-Nachwuchs kamen zu den festen regionalen langjährigen Förderern dazu.

Vereinsintern und für das Judo in der Großregion sind die Bundesligakämpfe zu einem beliebten Event geworden, das die große Judofamilie zusammen wachsen lässt. Die Jüngsten des Vereins kommen mit den Stars in Berührung und lernen sie durch Mitmachtrainings und Abschlussfeste aktiv kennen. Viele Eltern unterstützen in der Organisation dieses Großereignisses. Auch die Entstehung und dre Nutzungserfolg der Judomaxxhalle ist der überregionlen Bekanntheit unserer Arbeit im Leistungssport und im sozialen Bereich zuzuschreiben.

14.06.2019

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