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Trainer und Übungsleiter des JSV

Wir danken ganz herzlich unseren Trainern und Übungsleiter und -helfern für ihr unermüdliches Engangement in den verschiedenen Bereichen.

Regelmäßig stellen wir hier unser Team an dieser Stelle vor.

Jürgen Albert – Vorbild für alle

Seit 2005 leitet Jürgen Albert im JSV Judogruppen für Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen. Dank seines großen Engagements und seiner hohen Sozial- wie Fachkompetenz ist der JSV Stützpunktverein des DOSB zur Integration durch Sport. Im März wurde er zudem persönlich ausgezeichnet: Die Initiative „You are the Champions“ der Metropolregion Rhein-Neckar nominierte ihn für den begehrten Award in der Kategorie „Mit dabei – Integration durch Sport“. Im Interview berichtet Jürgen Albert über seine Motivation und sein Verständnis der Vereins-Philosophie.

JSV: Hast du beruflich mit behinderten Menschen zu tun?

Jürgen: Das werde ich häufig gefragt. Nein, ich bin bei einer der führenden Shared-Services-Gesellschaften in Deutschland, der prego services GmbH, im betriebswirtschaftlichen Bereich angestellt. Mein ehrenamtliches Engagement im Bereich mit und für Menschen mit Behinderungen sind meine gelebten Hobbys.

JSV: Wie verstehst du deine Aufgabe?

Jürgen: Ich sehe die Möglichkeiten durch meine Ideen neue Impulse zu setzen. Durch diesen Einsatz wird die Förderung der Teilhabe für Menschen mit Behinderungen gestärkt und ausgebaut. Im JSV haben wir unsere Heimat gefunden: eine große Familie zum Wohlfühlen.

JSV: Wie lange machst du schon Judo?

Jürgen: Ich habe als Achtjähriger begonnen, inzwischen bin ich Träger des 5. Dan Judo. In früheren Jahren war ich selbst aktiver Wettkampfsportler, widmete mich dann allerdings früh der Betreuung von Kinder und Jugendgruppen. Hierzu habe ich mich als Übungsleiter und Jugendleiter ausbilden lassen.

JSV: Wie kamst du in Kontakt mit Menschen mit Behinderungen?

Jürgen: 1987 gehörte ich zu den Pionieren, die am gemeinsamen Modell-Lehrgang des Deutschen Behinderten-Sportverbandes in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Judo-Bund zur Ausbildung der Sonderlizenz „Übungsleiter im Judo mit Behinderten“ teilgenommen haben. Hierbei ging es auch um Erfahrungsaustausch und Konzeptentwicklungen mit der Sportart „Judo für Menschen mit Behinderungen“. Später habe ich noch die Fachübungsleiterlizenz „Geistige Behinderungen“ des Behinderten Sportverbandes Rheinland-Pfalz erworben.

JSV: Und heute?

Jürgen: Heute bin ich beim JSV Speyer für den sportlichen Bereich für Menschen mit Behinderungen zuständig. Aktuell realisiere ich das Projekt „Mittendrin und nicht nur daneben“. Dabei geht es um die Verwirklichung „Von der Integration zur Inklusion“: Sport für Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Behinderungen im Judo-Sportverein Speyer.


Neue Wettkampf-Trainerin für das JSV Speyer Karate Team


Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Aufbau einer starken Karate  Jugend konnte mit der Gewinnung von Kathrin Menzfeld als neue Kata Wettkampf Trainerin erreicht werden.

Kathrin trägt den 1. Dan Shotokan Karate und war selbst eine sehr erfolgreiche Kata Wettkämpferin. In ihrer Jugend trainierte sie im Bundeskader. Bereits 2003 wurde Kathrin in der Altersklasse unter sechzehn Jahren 5. der deutschen Meisterschaft im Kata Einzel und 2. im Kata Team. Ein Jahr später gelang Kathrin beim German Kata Cup, der von der Besetzung her einer deutschen Meisterschaft entsprach, sogar der Sieg im Kata Einzel. International erfolgreich war sie 2005 als sie mit dem Kata Team des rheinland-pfälzischen Karate Verbands den 3. Platz bei den stark besetzten offenen italienischen Meisterschaften erreichte. Ihr erfolgreichstes Wettkampfjahr war jedoch 2006.  Kathrin erreichte bei der deutschen Junioren Meisterschaft den 2. Platz im Kata Team, den 3. im Kata Einzel und gewann den international stark besetzten Shotokan Cup mit ihrem Team. Bei den deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse 2007 erreichte Kathrin mit dem Kata Team den 3. Platz. Neben ihren Wettkampferfolgen hat Kathrin auch mehrere Jahre Trainererfahrung bei verschiedenen Karate Vereinen gesammelt.

Seit dem 2. Mai leitet Kathrin das Kata Wettkampf Training des JSV Speyer montags und bietet damit für die fortgeschrittenen Kata Wettkämpfer einen dritten Trainingstag an. Sowohl die Wettkämpfer als auch Karate Abteilungsleiter Jürgen Ballreich und Jugendleiter Jörg Pfänder sind begeistert von der Art wie Kathrin die Karate Techniken zeigt und von der Zielstrebigkeit und dem Niveau mit dem sie von Beginn an das Training angeht. Das Kata Wettkampf Training ist mehrstufig aufgebaut. In der ersten Stunde werden die Wettkampf Grundlagen für alle Wettkämpfer ab einem bestimmten Leistungsstand ausgebaut. In der zweiten Stunde werden wiederum in 2 Leistungsstufen Dan Kata für die fortgeschritteneren Teilnehmer bis hin zu den höchsten Wettkampfkata trainiert. Nach der Sichtung am 2. Mai wurden 11 Teilnehmer in das Kata Wettkampftraining aufgenommen. Kathrin zeigte sich zufrieden mit dem Leistungsstand ihrer neuen Schützlinge: „Es macht Spaß mit dieser Gruppe zu arbeiten, die notwendigen Grundlagen sind vorhanden“, war ihr abschließender Kommentar nach dem Sichtungstraining.

Immer das Vorbild des großen „Vereinsbruders“ Judo vor Augen hatte Jugendleiter Jörg Pfänder (C-Trainer) Ende 2007 in Anlehnung an die Schule des Shotokan Karate Großmeisters Hiroshi Shirai das Trainingskonzept für die JSV Karate Jugend radikal umgestellt. Mit der Unterstützung des Trainerteams von Jürgen Ballreich (2. Dan, B-Trainer), Gerald Ofer (1. Dan), Mira Hofmann (C-Trainer) und Thorsten Sturm wurden nach 3 Jahren intensivem Grundlagentraining durch die bisher erfolgreichen 21 Wettkämpfer insgesamt 124 Platzierungen hauptsächlich auf Einstiegsturnieren in den Disziplinen Kata (Formkampf), Kata Team (Synchroner 3er Formkampf), Jiyu Kumite (Freikampf), Kihon (Grundtechniken), Kihon Ippon Kumite (festgelegter Partnerkampf), Bunkai (Formkampf Anwendung) und Kumite am Ball (Kampf am Ball) erreicht. Dabei haben 73 % der Karate Kids des JSV, die jemals an einem Wettkampf teilgenommen haben, mindestens eine Platzierung belegt.  Mit Kathrin Menzfeld wurde nun eine kompetente Trainerin gefunden, die den Kata Wettkampfbereich auf höherem Niveau weiterführt. Selbstverständlich ist die Teilnahme an Wettkämpfen freiwillig. Mehr als die Hälfte der Karate Jugend des JSV betreibt die Kampfkunst als Breitensport.



Thomas "Schoco" Hofmann - unser Kata-Spezialist
 
Auf solche Säulen kann ein Verein bauen. Nur an einem Wochentag geht der Kata-Spezialist  nach getaner Arbeit nicht mit Sporttasche – am liebsten auf dem Fahrrad - in die Halle. „Judo ist Teil von meinem Leben“, bekennt der jung gebliebene Mittvierziger, den im Judo-Sportverein Speyer die meisten nur als „Schoco“ kennen. Der wegen seiner gesunden Hautfarbe und seiner Vorliebe für Süßes seit seiner Schulzeit liebevoll „Schoco“ genannte Judotrainer heißt eigentlich Thomas Hofmann. Mit 13 Jahren kam er zum JSV, und schon sieben Jahre später übernahm er als Übungsleiter das Training einer Kindergruppe. Nach ersten Erfolgen im  Wettkampfsport fand der Judoka immer mehr Gefallen am Kata. Seitdem hat sich „Schoco“ als Trainer ständig weiter entwickelt und ist im Verein (neben Georg Kucharczyk, Heinz-Armin „Atze“ Matthaei und Jürgen Albert) seit 2008 einer von vier Trägern des 5.Dan, des höchsten Meistergrades, der in der Bundesrepublik durch Prüfung möglich ist. Im Judo-Verband Pfalz engagiert sich Hofmann seit dem Jahr 2000 als Referent bei der Dan-Ausbildung, und seit 2002 ist der Übungsleiter und Trainer als Kata-
Referent für die Ausbildung auf Verbandsebene verantwortlich. Hierfür ist es erforderlich, dass der mittlerweile 47-Jährige sich selbst auf Lehrgängen fortbildet, sich das aneignet, was er für seine eigenen Schulungen benötigt. Im vergangenen Jahr weilte der Speyerer zwei Wochen in Japan, widmete sieben Tage der Kultur und die anderen sieben der Verfeinerung seiner Judokünste.

Am Kata reizt ihn die dort bewertete  Perfektion der Techniken. Wenn er selbst an Turnieren teilnimmt, hat er meist wechselnde Partner, was für Katasportler eher ein Nachteil ist. Dennoch schaffte es Hofmann seit 2005 bei deutschen Meisterschaften immer aufs Treppchen, als Mitglied der deutschen Nationalmannschaft beim World Cup schon auf Platz sechs. Regelmäßig fährt „Schoco“ nach Wiesbaden zum Training bei Klaus Hanelt. Der Träger des 8.Dan war bis zum vergangenen Jahr Kata-Referent des Deutschen Judo-Bundes. „Er ist mein Trainer“, lobt Hofmann Hanelts Qualitäten. Weiterhin steht „Schoco“ am liebsten selbst auf der Matte. Der Maschinenbautechniker (bei SKF-Werk Hockenheim) leitet dienstags zusammen mit Peter Gerhard, Daniel Koliander und Horst Alpers das  Seniorentraining, mittwochs das offene Kata- Training zur Dan-Vorbereitung und weist freitags die Jugendgruppe in die ausgefeilten Kata-Techniken ein. Er hat weiterhin viel Spaß am Judo, nennt  „Schoco“ einen weiteren Vorteil der Disziplin Kata: Hier gibt es keine Altersgrenze, im Gegensatz zum Wettkampfjudo, wo im Alter von rund 35 Jahren Endstation ist. Er wünscht sich, dass noch mehr Jugendliche sich für die Kata begeistern und gerne in Kauf nehmen, dass es bis zu drei Jahre dauern kann, bis in dieser Disziplin mit viel Disziplin eine turnierreife Qualität erreicht ist.

Mit der Kata lassen sich die Spezialgriffe automatisieren, die auch dann beim Wettkampfjudo Vorteile bringen. Auch wenn Hofmann am liebsten selbst in Aktion ist, so macht es ihm doch viel Freude, das Erlernte an den Nachwuchs weiterzugeben, „denn das ist Judo“. Und dieser nicht nur Körper, sondern auch Geist fordernde Sport hält jung, wofür „Schoco“ bester Beweis ist. Denn die 47 Jahre sieht man ihm wirklich nicht an. Denn wenn der Junggeselle gerade mal nicht in Sachen Judo auf der Matte steht, steigt er gerne auch aufs Mountainbike, um in der Natur frische Kraft zu tanken. In der trainingsfreien Freizeit liest er gerne, und zwar nicht nur Kata-Fachliteratur, sondern auch gerne mal einen spannenden Roman.       


Ziaja-Trio macht Schule
Geschwister Marie, Julia und Miriam engagieren sich in der Betreuung von Vorschulkinder-Gruppen

Der Name Ziaja ist beim Judosportverein in aller Munde: Gleich drei junge Betreuerinnen hören auf diesen Namen. Die Geschwister Marie (17), Julia (15) und Miriam (13) engagieren sich gemeinsam in den Motorik-Gruppen der Vorschulkinder. Dass die drei sportlichen Töchter so viel ihrer Freizeit für dieses soziale Engagement opfern, wird von den Eltern Sabine und Gerhard Ziaja wohlwollend akzeptiert und auch unterstützt. Denn bei allem Einsatz für den JSV stimmen die schulischen Leistungen des Ziaja-Trios weiterhin.
Papa Gerhard erklärt die Entstehungsgeschichte zum Engagement der drei Mädels: "Da der Judoclub einen guten Ruf hat", zögerten die Ziajas nicht, als ihre älteste Tochter Marie mit gerade mal sieben Jahren den Wunsch äußerte, mit einer Klassenkameradin ins Judo gehen zu dürfen. An eine Fortsetzung der sportlichen Karriere war nach zwei Kreuzbandrissen - der erste beim Fußballspielen in einer Judo-Freizeit 2006, der zweite beim Weitsprung - nicht mehr zu denken. Inzwischen hatte sich auch die mittlere Ziaja-Tochter Julia für den Judosport begeistert. Da war der Weg für Nummer drei Miriam vorgezeichnet. Auch sie stand schon bald mit auf der Matte.

Als der JSV für seine vielen sozialen Projekte Betreuer aus den eigenen Reihen rekrutierte, stellten sich Marie und Julia gerne zur Verfügung und bringen sich seither mit Begeisterung in der Betreuung der Vorschulkinder-Gruppen ein. Marie, die am Berufsbildenden Gymnasium in Ludwigshafen im Zweig Gesundheit und Soziales einíges an Theorie für ihre Ehrenamt-Praxis lernt, hat im November 2010 die Ausbildung zur Übungsleiterin geschafft. Die 15-jährige Julia, Schülerin an der IGS Kolb, absolvierte bereits zwei Übungsleiter-Assistenten-Lehrgänge und leitet zurzeit mit ihrer großen Schwester montags eine Gruppe mit 15 Vier- bis Sechsjährigen. Sie bereiten ihre Übungsstunden selbst vor, denken sich Geschichten, wie etwa zum Thema Dschungel, Antarktis oder zum "Leben auf dem Mond" aus, mit denen sie die Kleinen kontrolliert und zielgerichtet in Bewegung bringen. Marie hat hierfür bereits einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert. Julia macht ihren in Kürze. Julia betreut zudem zusammen mit Michael Görgen eine Judo-AG für Mädchen der fünften Klassenstufe am Kolb-Zentrum.

Miriam, von allen nur "Mimi" genannt, sprüht gerade so vor Energie. Die gerade erst 13 Jahre jung gewordene Sportskanone, die das Hans-Purrmann-Gymnasium besucht, ist in die Arbeit der Dienstagsgruppe von Ilkido Klaas integriert und steuert, wie ihre beiden großen Schwestern, die Übungsleiter-Lizenz an. Für eigenen Judosport hat "Mimi" zurzeit keinen Freiraum. Ihr Trikot, das sie liebend gerne in ihrer Freizeit trägt, zeigt allen, dass sie Fan des FC Bayern München ist. Sie spielt selbst Fußball bei den D-Junioren des FC Speyer 09, macht im Winter Skilanglauf und spielt zudem noch Saxophon. Da sie beim FC 09 anfangs im Tor stand, lag es nahe, das "Mimi" gefragt wurde, ob sie in der Handballmannschaft des Purrmann-Gymnasiums als Torwart mitspielen wolle. Gesagt, getan: Mit "Mimi" Ziaja im Tor schaffte das HPG-Team Ende März 2011 im Landesfinale des Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" den zweiten Platz.

JSV-Geschäftsführerin Gerlinde Görgen lobt die Zuverlässigkeit und das Pflichtbewusstsein der drei liebenswerten Mädchen und ist froh darüber, dass sich die drei Schwestern noch zusätzlich im Jugendvorstand des Judosportvereins Speyer einbringen. Wenn sie für organisatorische Arbeit oder als Helfershelfer in einem anderen JSV-Projekt gebraucht werden und Zeit haben, sagen sie nie Nein. So organisieren Julia und Marie mit dem Jugendvorstand die ganzen Freizeitprogramme, wie z. B. die Osteraktion, Sommerfreizeit und Herbstfreizeit. Sie kümmern sich also nicht nur ums Vorschulturnen, sondern auch um die Betreuung der etwas größeren Judokinder.


Die Matthaeis

Sie sind bestes Beispiel für die These, dass Sport gesund und geistig fit hält: Ursula und Heinz-Armin „Atze“  Matthaei, dem man seine 77 Jahre wirklich nicht anmerkt, begnügen sich nicht damit, sehr viel für sich selbst zu tun, sondern sie geben auch ihre Idealvorstellungen an andere Mitglieder des Judo-Sportvereins (JSV) Speyer weiter. Aus solchem Holz sind engagierte Vereinsmenschen geschnitzt, die bei Bedarf nicht lange nach dem Warum, sondern gleich nach dem Wann fragen. Ehrenamt ist gerade für „Atze“ Matthaei nie ein Fremdwort gewesen, einfach  Herzenssache und ein Stück weit auch Lebensinhalt. Zum JSV kam der gebürtige Berliner Mitte der 60er Jahre. Nach einer turbulenten Zeit der Vereinsfindung mit neun Vorsitzenden übernahm 1970  Heinz-Armin „Atze“ Matthaei die Führung des damals 82 Mitglieder zählenden Judo-Sportvereins und baute mit seinem Führungsteam ein festes Fundament, bildete Übungsleiter und Kampfrichter aus und führte erstmals einen Wettkampfbetrieb durch. Als „Atze“ nach 20 Jahren Basisarbeit das Vereinszepter an Heiner Sprau übergab, war der Verein bereits auf knapp 300 Mitglieder angewachsen. Doch der drahtige Sportler, beim JSV der zweite Träger, nach Georg Kucharczyk, des 5. schwarzen Dans, setzte sich nach der Abgabe der Vereinsführung nicht etwa zur Ruhe. Schon seit 1970 leitet Matthaei nun die Gürtelprüfungen, über die er seit 1993 Buch führt. Bis Ende 2010 hatte der JSV-Ehrenvorsitzende 4465 Prüflinge auf der Matte stehen. Inzwischen helfen ihm dabei die anderen DAN-Träger, wie Thomas „Schoko“ Hofmann, Tommy Sobetzko und Jürgen Gail. Durch die Prüfungsarbeit bleibt Matthaei immer auf dem neuesten Stand. Die Vorbereitungsstunden mit den Prüflingen bereiten ihm weiterhin sehr viel Spaß. Und wenn mal einer zu stark aus der Reihe tanzt und nach einer Extrawurst bettelt, so kann der sonst so  ruhige „Atze“ auch mal  bei einer Verwarnung laut werden. „Ich hab sie im Griff“, betont er. „Obwohl ich mit den Sportlern jedes Alters per du bin, sehen sie mich als Respektsperson an.“ Auf der anderen Seite spart der Judo-Lehrmeister auch bei guter Leistung nicht mit Lob. Matthaei: „Wenn ich schimpfe, muss ich auch loben.“

Ehefrau Ursel, stets  mit großem Verständnis und ebenso aktiv an Atzes Seite, hat seit 1972 selbst die Übungsleiterlizenz und leitet zweimal die Woche, die für jedermann offene Gymnastikgruppe, in die auch Eltern von jugendlichen Judoka integriert wurden. Sind die beiden schon für den JSV ziemlich zeitlich und körperlich eingespannt, so genügt das den Matthaeis bei weitem nicht. Fünf Mal die Woche gehen sie um halb acht mit einer Gruppe  zum Walken in den Stadtwald, zweimal pro Woche anschließend im „Schwitzkasten“ an die Fitness-Geräte, im Winter noch gerne zum Ski fahren und im Sommer mit dem Kanuclub auf Paddeltouren. „Man darf nicht nur eingleisig fahren, sonst bleibst du immer auf einem Punkt stehen“, erläutert „Atze“ sein umfangreiches Sportprogramm. Dass er 2002 und 2003 an beiden Knien operiert wurde, steckte er schnell weg. Bei der permanenten Bewegung haben die operierten Gelenke keine Gelegenheit irgendwelche Schmerzzustände zu entwickeln. Weil er sich für seine Prüfertätigkeit mit jeder Menge Literatur und auch mit  Lehrgängen auf dem Laufenden halten muss, bleibt „Atze“ auch geistig fit. Dazu trägt gewiss eine gesunde Ernährung bei. So gibt’s bei den Matthaeis vor jedem Essen einen Rohkostsalat, viel Gemüse und viele Vitamine und nur zweimal die Woche Fleisch.